Erfolgreich smalltalken
Wohl kaum jemand kommt darum herum: um den Smalltalk. Zu den verschiedensten Gelegenheiten müssen wir mit Leuten reden, die wir nicht besonders gut kennen - auf Partys, in Fahrstühlen, in der Bahn, auf Empfängen, auf dem Gang, auf der Straße - eigentlich fast überall.
Über das schlechte Image des Smalltalks
Smalltalk ist ein Thema, bei dem viele Menschen die Augen nach oben verdrehen oder peinlich berührt lachen. Für viele scheint der Smalltalk der Inbegriff für oberflächliches und sinnloses Gerede zu sein.
Warum hat der Smalltalk eigentlich ein so schlechtes Image? Wir alle tun es doch schließlich jeden Tag. Ob wir uns mit der Nachbarin, dem Verkäufer, einem Kollegen oder unserem Vorgesetzten auf dem Gang unterhalten. In der Regel geht es hierbei nicht um tiefgehende Gespräche, sondern um mehr oder weniger belanglose Themen. Und daran ist ja eigentlich auch nichts Schlechtes. Und dennoch haben viele Menschen das Gefühl, dass Smalltalk etwas Minderwertiges ist.
Die Funktion des Smalltalks
Smalltalk ist eine besondere Art der zwischenmenschlichen Kommunikation. Es geht dabei um ein gegenseitiges "Beschnuppern", ein Aufnehmen oder Bestätigen einer Beziehung zwischen zwei oder mehreren Menschen, ohne dabei zu viel von sich preisgeben zu müssen.
Wer sich solchen Gesprächen mit anderen ständig entzieht, wird schnell als unsympathischer Muffel bezeichnet und vielleicht gemieden.
Wenn Sie aber gut im Smalltalk sind, haben Sie in verschiedenen Bereichen echte Vorteile:
Mit jedem smalltalken?
Heißt das nun, dass man sich jederzeit mit jedem unterhalten muss , ob man nun Lust hat oder nicht? Sicher nicht. Auch hier gilt es - wie fast überall - immer wieder neu zu entscheiden, ob man sich auf den Smalltalk mit der jeweiligen Person einlassen will. Die Wahl liegt bei Ihnen. Allerdings sollten Sie nicht deshalb ein Gespräch abblocken, weil Sie glauben, "nicht gut genug im Smalltalk" zu sein. Denn dafür finden Sie im folgenden eine Reihe von Tipps.
Am Anfang steht Ihre Einstellung
Wie gut Sie beim Smalltalk sind, hat viel mit Ihrer inneren Einstellung zu tun. Wenn Sie den Smalltalk ablehnen, weil Ihnen solch ein Gerede als zu oberflächlich oder zu lästig erscheint, werden Sie auch genau das ausstrahlen. Andere werden Sie dadurch dann möglicherweise als arrogant oder ungehalten erleben.
Smalltalk machen immer nur die anderen?
Auch wenn Sie vielleicht für sich selbst in Anspruch nehmen, nicht oberflächlich zu sein und deshalb Smalltalk ablehnen, so werden aber auch Sie häufiger als es Ihnen vielleicht bewusst ist, Smalltalk machen. Denken Sie z.B. an das Gespräch mit der Nachbarin auf der Treppe, mit dem Herren aus der anderen Abteilung, mit dem Sie gemeinsam am Kopierer stehen oder an die Leute in der Schlange, mit denen Sie darauf warten, dass eine weitere Kasse geöffnet wird. Vielleicht unterhalten Sie sich nicht in all diesen Situationen mit Ihren Mitmenschen, aber sicher in der ein oder anderen. Und genau da wird dann meist Smalltalk betrieben. Achten Sie mal darauf, wie oft Sie - auch wenn es nur wenige Sätze sind - unverfängliche Gespräche mit mehr oder weniger fremden Menschen führen.
Wie Sie den Smalltalk auch sehen können
Smalltalk muss gar kein lästiges Übel sein, wenn man sich einmal klarmacht, was man selbst alles Positives daraus ziehen kann.
Wofür Smalltalk alles gut sein kann:
Smalltalk tut eigentlich nicht weh
Wehtun tut es eigentlich wirklich nicht, sich mit anderen Menschen locker zu unterhalten. Peinlich ist nur, wenn einem partout nichts einfällt und man krampfhaft versucht, ein Thema zu finden. Und damit Ihnen das nicht passiert, haben wir im Folgenden dafür die passenden Tipps für Sie.
Smalltalk für Anfänger: Sprechen Sie über Offensichtliches
Vielleicht gehören Sie auch zu den Menschen, die nicht gerade mit einem angeborenen Redetalent auf die Welt gekommen sind? Keine Sorge, denn auch wenn man vielleicht nicht unbedingt ein "Smalltalk-Genie" werden wird, so kann man doch schon mit wenigen Mitteln ganz souverän in Sachen Smalltalk über die Runden kommen.
Machen Sie es nicht so schwer
Entscheidend für jeden Anfänger in Sachen Smalltalk ist, es sich selbst nicht zu schwer zu machen. Wenn Sie z.B. mit einem Anspruch wie "Ich muss immer etwas Witziges (oder Schlaues) sagen können" in ein Gespräch starten, wird das schnell ein Krampf. Setzen Sie sich selbst nicht unter Druck. Sie sollen keinen Smalltalk-Preis gewinnen, sondern einfach nur ein lockeres Gespräch führen. Ein Überanspruch widerspricht dem unverfänglichen und leichten Wesen des Smalltalks gänzlich.
Wählen Sie etwas Naheliegendes als Thema
Bevor Sie nun angestrengt versuchen ein Thema zu finden, reden Sie einfach über etwas Offensichtliches. Wählen Sie ein naheliegendes Thema, das sich Ihnen sozusagen wie von selbst anbietet. Je länger Sie überlegen müssen, was das für ein Thema sein könnte, desto weiter gehen Sie weg von einer einfachen Lösung! Smalltalk für Anfänger heißt über das reden, worauf man ohne Anstrengungen kommt.
Funktioniert immer: das Wetter
Warum nicht über das Wetter reden? Jeder tut es, jeden interessiert es und jeder kann mitreden. Auch wenn sich viele beim Thema Smalltalk über das Wetter als Gesprächsthema gerne lustig machen, so ist dieser Tipp dennoch durchaus ernst gemeint. Über das Wetter zu reden, ist ein todsicherer Tipp - vor allem, wenn einem wirklich nichts Besseres einfällt. Ein Gespräch über den gestrigen Sturm oder den endlosen Regen bricht das Eis und ist damit ein guter Einstieg. Sie sollten allerdings irgendwann auch noch über etwas anderes reden, denn sehr lange hält das Thema Wetter in der Regel nicht vor.
Weitere naheliegende Themen
Hier noch einige weitere offensichtliche Themen:
Entscheidend ist bei dieser Strategie, dass Sie sich umschauen, wo Sie gerade sind und das für ein Gespräch nutzen, was Sie gerade sehen und was Ihnen auffällt. So haben Sie praktisch immer ein Themenspektrum "dabei" - und müssen eigentlich nicht mehr um Gesprächsstoff verlegen sein.
Smalltalk für Fortgeschrittene: Interessieren Sie sich für den anderen
Die Grundlage für einen guten Smalltalk ist eigentlich ganz einfach: Der beste Anknüpfungspunkt für lockere Gespräche ist immer Ihr Gesprächspartner! Sie müssen tatsächlich nicht viel mehr tun, als sich für den anderen zu interessieren und schon finden Sie Gesprächsthemen im Überfluss!
Interesse zeigen ist aber gar nicht so leicht!
Vielleicht hört sich das für Sie nun recht einfach an: am Gesprächspartner Interesse zu zeigen, kann ja eigentlich nicht so schwer sein. Tatsächlich aber fordert das von Ihnen zunächst eine Bereitschaft den anderen überhaupt erst einmal als "anders" wahrzunehmen. Sehr oft gehen wir davon aus, dass andere so denken und fühlen wie wir. Um sich aber wirklich für den anderen zu interessieren, muss der die Möglichkeit haben, anders sein zu können.
Dazu ein Beispiel
Sie treffen eine Kollegin aus einer Nachbarabteilung in der Cafeteria. Statt nun einfach stumm herumzusitzen, möchten Sie sich gerne unterhalten und Sie beginnen ein Gespräch.
Wenn Sie nun davon ausgehen, dass es in der Abteilung der Frau genauso zugeht wie in Ihrer, reden Sie über sich selbst - interessieren sich aber nicht für den anderen. Um ein Gespräch zu führen, in dem Sie Ihrem Gegenüber verstehen möchten, müssen Sie sich dafür öffnen, dass diese Person möglicherweise in einer ganz anderen Situation ist als Sie.
Fragen Sie deshalb z.B. nach, wie man in dieser Abteilung arbeitet und finden Sie heraus, was sich vielleicht von Ihrer Abteilung unterscheidet. Sie können auch Ihre Kollegin um einen Tipp bitten oder ihre Meinung zu einer bestimmten Problemstellung erfragen. So kommen Sie schnell in ein interessantes Gespräch.
Gehen Sie davon aus, dass Ihr Gegenüber interessant ist!
Unsere Mitmenschen sind interessant! Um so verschiedener sie von uns selbst sind, desto mehr können wir in einem Gespräch lernen. Und deshalb ist es durchaus lohnend, sich für jemand anderen zu interessieren. Natürlich müssen Sie sich nicht mit jedem Menschen abgeben, aber wenn Sie sich schon mit jemanden unterhalten, können Sie sich auch für diese Person interessieren. Dann haben Sie selbst viel mehr von der Unterhaltung.
Immer ein gutes Thema: Der Beruf des Gegenübers
Fragen Sie nach der beruflichen Tätigkeit Ihres Gesprächspartners. Besonders dann, wenn Sie von dem, was der andere tut, wenig oder keine Ahnung haben, können Sie hier viel dazulernen. Lassen Sie sich erklären, worin die Arbeit besteht. Die meisten Menschen genießen es, wenn sich jemand mal wirklich für das interessiert, was man täglich tut. Fragen Sie also ruhig nach, wenn Sie etwas nicht verstehen. Der andere wird es Ihnen sicher gerne erklären.
Fragen Sie nach dem Hobby des anderen
Wenn Sie sich für das Hobby eines anderen Menschen interessieren, sollte es eigentlich ausreichend Gesprächsstoff geben. Menschen, die eine Leidenschaft haben, lieben es, darüber zu erzählen. Und das kann - wenn wir uns öffnen - wirklich interessant sein! Man soll gar nicht glauben, wie spannend etwas sein kann, von dem man vorher gar nichts wusste, vor allem dann, wenn der Gesprächspartner mit vor Begeisterung leuchtenden Augen davon berichtet. Probieren Sie es einfach einmal aus.
Achten Sie auf kleine Details
Wer auf Details achtet, findet in der Regel eine Menge Anknüpfungspunkte für ein interessantes Gespräch. Fragen Sie z.B. einfach mal nach, woher die wunderschöne Brosche oder die edle Tasche stammt, die Ihr Gegenüber besitzt. Vielleicht hat der andere eine besonders schöne Handschrift oder spricht einen interessanten Dialekt? Vielleicht liegt seine oder ihre Lektüre auf dem Tisch, über die Sie sich unterhalten können? Seien Sie aufmerksam.
Und noch ein paar Tipps
Hier haben wir nun noch einige Tipps für Sie, mit denen Sie Gesprächssituationen ganz allgemein besser meistern können.
Werden Sie ein guter Zuhörer
Ob Sie es glauben oder nicht: tatsächlich ist es in vielen Fällen viel wichtiger, zuhören zu können, als selbst zu reden. Die meisten Menschen reden sehr gerne selbst und genießen es, wenn sie jemanden finden, der in der Lage ist, aufmerksam und interessiert zuzuhören. Also - auch wenn Sie vielleicht kein begnadeter Smalltalker sind, können Sie viele Pluspunkte sammeln, wenn Sie folgende Regel beachten: Achten Sie darauf, mehr zuzuhören, als selbst zu sagen.
Stellen Sie offene Fragen
Fragen zu stellen, ist eine sehr gute Möglichkeit, ein unverfängliches Gespräch zu führen. Sie müssen so nicht allzuviel von sich selbst preisgeben, zeigen Interesse und können das Gespräch sogar auch noch richtungsweisend einwirken. Achten Sie aber darauf, offene Fragen zu stellen - also Fragen, auf die Ihr Gesprächspartner nicht nur mit "Ja" oder "Nein" antworten kann. Solche Fragen nennt man geschlossene Fragen und die können jedes Gespräch abrupt beenden. Offene Fragen hingegen ermöglichen den Austausch von Gedanken.
Beispiele für offene Fragen:
Die Sache mit den Witzen
Viele Menschen möchten durch einen Witz die Stimmung auflockern und so gut ankommen. Das mit dem Witzigsein ist allerdings eine recht schwierige Sache. Schlecht erzählte Witze können sehr peinlich sein. Und den richtigen Humor des Gesprächspartners zu treffen ist auch nicht so einfach. Hier ist weniger oft mehr. Versuchen Sie lieber nicht witzig zu sein, wenn Ihnen das nicht liegt. Das heißt ja nicht, dass Sie todernst sein müssen. Seien Sie einfach natürlich und versuchen Sie nicht zum Entertainer zu werden, wenn das gar nicht Ihrer Persönlichkeit entspricht. Überlassen Sie das Possenreißen lieber den echten Komikern.
Distanz wahren
Smalltalk findet ja meist zwischen Menschen statt, die sich nicht besonders gut oder überhaupt nicht kennen. Die meisten Menschen mögen es gar nicht, wenn Personen, die sie nicht gut kennen, ihnen "auf die Pelle" rücken. Wir alle brauchen einen gewissen Abstand zu Gesprächspartnern, um uns wohlzufühlen. Achten Sie deshalb ganz bewusst darauf, dem anderen nicht zu nahe zu treten. Als Maßstab für den körperlichen Abstand, der den meisten Menschen angenehm ist, können Sie eine Armlänge nehmen.
[hier gefunden http://www.zeitzuleben.de]
Über das schlechte Image des Smalltalks
Smalltalk ist ein Thema, bei dem viele Menschen die Augen nach oben verdrehen oder peinlich berührt lachen. Für viele scheint der Smalltalk der Inbegriff für oberflächliches und sinnloses Gerede zu sein.
Warum hat der Smalltalk eigentlich ein so schlechtes Image? Wir alle tun es doch schließlich jeden Tag. Ob wir uns mit der Nachbarin, dem Verkäufer, einem Kollegen oder unserem Vorgesetzten auf dem Gang unterhalten. In der Regel geht es hierbei nicht um tiefgehende Gespräche, sondern um mehr oder weniger belanglose Themen. Und daran ist ja eigentlich auch nichts Schlechtes. Und dennoch haben viele Menschen das Gefühl, dass Smalltalk etwas Minderwertiges ist.
Die Funktion des Smalltalks
Smalltalk ist eine besondere Art der zwischenmenschlichen Kommunikation. Es geht dabei um ein gegenseitiges "Beschnuppern", ein Aufnehmen oder Bestätigen einer Beziehung zwischen zwei oder mehreren Menschen, ohne dabei zu viel von sich preisgeben zu müssen.
Wer sich solchen Gesprächen mit anderen ständig entzieht, wird schnell als unsympathischer Muffel bezeichnet und vielleicht gemieden.
Wenn Sie aber gut im Smalltalk sind, haben Sie in verschiedenen Bereichen echte Vorteile:
- Networking - man kann nie wissen, welcher Kontakt irgendwann einmal nützlich sein kann.
- Sympathiepunkte - Menschen, die sich mit Ihnen gerne und gut unterhalten können, mögen Sie!
- Andere kennen lernen und Horizonte erweitern - Menschen kennen zu lernen, kann spannend und wirklich interessant sein. Um so weniger Leute Ihnen ähnlich sind, desto interessanter kann es sein, sich mit ihnen auszutauschen!
- Persönliches Trainingsfeld - jede Smalltalk-Situation gibt Ihnen die Möglichkeit, sich darin zu üben, offen auf andere Menschen zuzugehen, tolerant vor allem bei "andersartigen" Menschen zu sein und sich auch z.B. in Geduld und Nachsicht zu üben.
- Spaß - Smalltalk kann auch Freude machen! Wenn Sie nicht krampfhaft nach Themen suchen müssen, sondern sich einfach locker unterhalten können, kann ein netter Smalltalk richtig Spaß machen.
Mit jedem smalltalken?
Heißt das nun, dass man sich jederzeit mit jedem unterhalten muss , ob man nun Lust hat oder nicht? Sicher nicht. Auch hier gilt es - wie fast überall - immer wieder neu zu entscheiden, ob man sich auf den Smalltalk mit der jeweiligen Person einlassen will. Die Wahl liegt bei Ihnen. Allerdings sollten Sie nicht deshalb ein Gespräch abblocken, weil Sie glauben, "nicht gut genug im Smalltalk" zu sein. Denn dafür finden Sie im folgenden eine Reihe von Tipps.
Am Anfang steht Ihre Einstellung
Wie gut Sie beim Smalltalk sind, hat viel mit Ihrer inneren Einstellung zu tun. Wenn Sie den Smalltalk ablehnen, weil Ihnen solch ein Gerede als zu oberflächlich oder zu lästig erscheint, werden Sie auch genau das ausstrahlen. Andere werden Sie dadurch dann möglicherweise als arrogant oder ungehalten erleben.
Smalltalk machen immer nur die anderen?
Auch wenn Sie vielleicht für sich selbst in Anspruch nehmen, nicht oberflächlich zu sein und deshalb Smalltalk ablehnen, so werden aber auch Sie häufiger als es Ihnen vielleicht bewusst ist, Smalltalk machen. Denken Sie z.B. an das Gespräch mit der Nachbarin auf der Treppe, mit dem Herren aus der anderen Abteilung, mit dem Sie gemeinsam am Kopierer stehen oder an die Leute in der Schlange, mit denen Sie darauf warten, dass eine weitere Kasse geöffnet wird. Vielleicht unterhalten Sie sich nicht in all diesen Situationen mit Ihren Mitmenschen, aber sicher in der ein oder anderen. Und genau da wird dann meist Smalltalk betrieben. Achten Sie mal darauf, wie oft Sie - auch wenn es nur wenige Sätze sind - unverfängliche Gespräche mit mehr oder weniger fremden Menschen führen.
Wie Sie den Smalltalk auch sehen können
Smalltalk muss gar kein lästiges Übel sein, wenn man sich einmal klarmacht, was man selbst alles Positives daraus ziehen kann.
Wofür Smalltalk alles gut sein kann:
- Feedback - Der Smalltalk bietet Ihnen eine Chance, auszuprobieren und zu testen, wie gut Ihre Kommunikationsfähigkeiten sind.
- Lernen und Horizonterweiterung - Sie können auch in lockeren Gesprächen viel über andere Menschen erfahren und so ständig dazulernen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Sie sich für den anderen interessieren.
- Selbsterkenntnis - Sie können sich selbst in solchen Gesprächen beobachten und einmal herausfinden, wann und bei wem Sie sich wohlfühlen, wo nicht und welches dafür die Gründe sein könnten. Registrieren Sie, warum Ihnen jemand sympathisch ist und warum nicht. Das hat immer auch etwas mit Ihnen selbst zu tun.
- Geselligkeit - Smalltalk hat fast immer auch die Funktion, Gemeinschaft herzustellen. "Man" ist nicht allein. Auch wenn Sie mit dem Alleinsein eigentlich kein Problem haben, können Sie sich ja auch einmal klarmachen, dass es einfach auch schön ist, dass da andere Menschen um uns herum sind und wir eben doch nicht ganz allein sind.
- Manchmal auch Freundschaft - Und manchmal entsteht aus einem belanglosen Gespräch auch mehr.
Smalltalk tut eigentlich nicht weh
Wehtun tut es eigentlich wirklich nicht, sich mit anderen Menschen locker zu unterhalten. Peinlich ist nur, wenn einem partout nichts einfällt und man krampfhaft versucht, ein Thema zu finden. Und damit Ihnen das nicht passiert, haben wir im Folgenden dafür die passenden Tipps für Sie.
Smalltalk für Anfänger: Sprechen Sie über Offensichtliches
Vielleicht gehören Sie auch zu den Menschen, die nicht gerade mit einem angeborenen Redetalent auf die Welt gekommen sind? Keine Sorge, denn auch wenn man vielleicht nicht unbedingt ein "Smalltalk-Genie" werden wird, so kann man doch schon mit wenigen Mitteln ganz souverän in Sachen Smalltalk über die Runden kommen.
Machen Sie es nicht so schwer
Entscheidend für jeden Anfänger in Sachen Smalltalk ist, es sich selbst nicht zu schwer zu machen. Wenn Sie z.B. mit einem Anspruch wie "Ich muss immer etwas Witziges (oder Schlaues) sagen können" in ein Gespräch starten, wird das schnell ein Krampf. Setzen Sie sich selbst nicht unter Druck. Sie sollen keinen Smalltalk-Preis gewinnen, sondern einfach nur ein lockeres Gespräch führen. Ein Überanspruch widerspricht dem unverfänglichen und leichten Wesen des Smalltalks gänzlich.
Wählen Sie etwas Naheliegendes als Thema
Bevor Sie nun angestrengt versuchen ein Thema zu finden, reden Sie einfach über etwas Offensichtliches. Wählen Sie ein naheliegendes Thema, das sich Ihnen sozusagen wie von selbst anbietet. Je länger Sie überlegen müssen, was das für ein Thema sein könnte, desto weiter gehen Sie weg von einer einfachen Lösung! Smalltalk für Anfänger heißt über das reden, worauf man ohne Anstrengungen kommt.
Funktioniert immer: das Wetter
Warum nicht über das Wetter reden? Jeder tut es, jeden interessiert es und jeder kann mitreden. Auch wenn sich viele beim Thema Smalltalk über das Wetter als Gesprächsthema gerne lustig machen, so ist dieser Tipp dennoch durchaus ernst gemeint. Über das Wetter zu reden, ist ein todsicherer Tipp - vor allem, wenn einem wirklich nichts Besseres einfällt. Ein Gespräch über den gestrigen Sturm oder den endlosen Regen bricht das Eis und ist damit ein guter Einstieg. Sie sollten allerdings irgendwann auch noch über etwas anderes reden, denn sehr lange hält das Thema Wetter in der Regel nicht vor.
Weitere naheliegende Themen
Hier noch einige weitere offensichtliche Themen:
- aktuelle Nachrichten
- je nachdem, wo man sich gerade befindet: Einrichtungsgegenstände, Architektur, Park- bzw. Gartengestaltung, ein Werbeplakat, Verkehrsgestaltung
- Filme, Bücher usw.
- Kleidung, Frisuren etc. - Sie können z.B. fragen, wo jemand die tolle Jacke oder den wunderschönen Schlips her hat
- u.v.m.
Entscheidend ist bei dieser Strategie, dass Sie sich umschauen, wo Sie gerade sind und das für ein Gespräch nutzen, was Sie gerade sehen und was Ihnen auffällt. So haben Sie praktisch immer ein Themenspektrum "dabei" - und müssen eigentlich nicht mehr um Gesprächsstoff verlegen sein.
Smalltalk für Fortgeschrittene: Interessieren Sie sich für den anderen
Die Grundlage für einen guten Smalltalk ist eigentlich ganz einfach: Der beste Anknüpfungspunkt für lockere Gespräche ist immer Ihr Gesprächspartner! Sie müssen tatsächlich nicht viel mehr tun, als sich für den anderen zu interessieren und schon finden Sie Gesprächsthemen im Überfluss!
Interesse zeigen ist aber gar nicht so leicht!
Vielleicht hört sich das für Sie nun recht einfach an: am Gesprächspartner Interesse zu zeigen, kann ja eigentlich nicht so schwer sein. Tatsächlich aber fordert das von Ihnen zunächst eine Bereitschaft den anderen überhaupt erst einmal als "anders" wahrzunehmen. Sehr oft gehen wir davon aus, dass andere so denken und fühlen wie wir. Um sich aber wirklich für den anderen zu interessieren, muss der die Möglichkeit haben, anders sein zu können.
Dazu ein Beispiel
Sie treffen eine Kollegin aus einer Nachbarabteilung in der Cafeteria. Statt nun einfach stumm herumzusitzen, möchten Sie sich gerne unterhalten und Sie beginnen ein Gespräch.
Wenn Sie nun davon ausgehen, dass es in der Abteilung der Frau genauso zugeht wie in Ihrer, reden Sie über sich selbst - interessieren sich aber nicht für den anderen. Um ein Gespräch zu führen, in dem Sie Ihrem Gegenüber verstehen möchten, müssen Sie sich dafür öffnen, dass diese Person möglicherweise in einer ganz anderen Situation ist als Sie.
Fragen Sie deshalb z.B. nach, wie man in dieser Abteilung arbeitet und finden Sie heraus, was sich vielleicht von Ihrer Abteilung unterscheidet. Sie können auch Ihre Kollegin um einen Tipp bitten oder ihre Meinung zu einer bestimmten Problemstellung erfragen. So kommen Sie schnell in ein interessantes Gespräch.
Gehen Sie davon aus, dass Ihr Gegenüber interessant ist!
Unsere Mitmenschen sind interessant! Um so verschiedener sie von uns selbst sind, desto mehr können wir in einem Gespräch lernen. Und deshalb ist es durchaus lohnend, sich für jemand anderen zu interessieren. Natürlich müssen Sie sich nicht mit jedem Menschen abgeben, aber wenn Sie sich schon mit jemanden unterhalten, können Sie sich auch für diese Person interessieren. Dann haben Sie selbst viel mehr von der Unterhaltung.
Immer ein gutes Thema: Der Beruf des Gegenübers
Fragen Sie nach der beruflichen Tätigkeit Ihres Gesprächspartners. Besonders dann, wenn Sie von dem, was der andere tut, wenig oder keine Ahnung haben, können Sie hier viel dazulernen. Lassen Sie sich erklären, worin die Arbeit besteht. Die meisten Menschen genießen es, wenn sich jemand mal wirklich für das interessiert, was man täglich tut. Fragen Sie also ruhig nach, wenn Sie etwas nicht verstehen. Der andere wird es Ihnen sicher gerne erklären.
Fragen Sie nach dem Hobby des anderen
Wenn Sie sich für das Hobby eines anderen Menschen interessieren, sollte es eigentlich ausreichend Gesprächsstoff geben. Menschen, die eine Leidenschaft haben, lieben es, darüber zu erzählen. Und das kann - wenn wir uns öffnen - wirklich interessant sein! Man soll gar nicht glauben, wie spannend etwas sein kann, von dem man vorher gar nichts wusste, vor allem dann, wenn der Gesprächspartner mit vor Begeisterung leuchtenden Augen davon berichtet. Probieren Sie es einfach einmal aus.
Achten Sie auf kleine Details
Wer auf Details achtet, findet in der Regel eine Menge Anknüpfungspunkte für ein interessantes Gespräch. Fragen Sie z.B. einfach mal nach, woher die wunderschöne Brosche oder die edle Tasche stammt, die Ihr Gegenüber besitzt. Vielleicht hat der andere eine besonders schöne Handschrift oder spricht einen interessanten Dialekt? Vielleicht liegt seine oder ihre Lektüre auf dem Tisch, über die Sie sich unterhalten können? Seien Sie aufmerksam.
Und noch ein paar Tipps
Hier haben wir nun noch einige Tipps für Sie, mit denen Sie Gesprächssituationen ganz allgemein besser meistern können.
Werden Sie ein guter Zuhörer
Ob Sie es glauben oder nicht: tatsächlich ist es in vielen Fällen viel wichtiger, zuhören zu können, als selbst zu reden. Die meisten Menschen reden sehr gerne selbst und genießen es, wenn sie jemanden finden, der in der Lage ist, aufmerksam und interessiert zuzuhören. Also - auch wenn Sie vielleicht kein begnadeter Smalltalker sind, können Sie viele Pluspunkte sammeln, wenn Sie folgende Regel beachten: Achten Sie darauf, mehr zuzuhören, als selbst zu sagen.
Stellen Sie offene Fragen
Fragen zu stellen, ist eine sehr gute Möglichkeit, ein unverfängliches Gespräch zu führen. Sie müssen so nicht allzuviel von sich selbst preisgeben, zeigen Interesse und können das Gespräch sogar auch noch richtungsweisend einwirken. Achten Sie aber darauf, offene Fragen zu stellen - also Fragen, auf die Ihr Gesprächspartner nicht nur mit "Ja" oder "Nein" antworten kann. Solche Fragen nennt man geschlossene Fragen und die können jedes Gespräch abrupt beenden. Offene Fragen hingegen ermöglichen den Austausch von Gedanken.
Beispiele für offene Fragen:
- Was denken Sie über...
- Wie sehen Sie das?
- Was würden Sie in diesem Fall tun?
- Welche Erfahrungen haben Sie mit ... gemacht?
- u.ä.
Die Sache mit den Witzen
Viele Menschen möchten durch einen Witz die Stimmung auflockern und so gut ankommen. Das mit dem Witzigsein ist allerdings eine recht schwierige Sache. Schlecht erzählte Witze können sehr peinlich sein. Und den richtigen Humor des Gesprächspartners zu treffen ist auch nicht so einfach. Hier ist weniger oft mehr. Versuchen Sie lieber nicht witzig zu sein, wenn Ihnen das nicht liegt. Das heißt ja nicht, dass Sie todernst sein müssen. Seien Sie einfach natürlich und versuchen Sie nicht zum Entertainer zu werden, wenn das gar nicht Ihrer Persönlichkeit entspricht. Überlassen Sie das Possenreißen lieber den echten Komikern.
Distanz wahren
Smalltalk findet ja meist zwischen Menschen statt, die sich nicht besonders gut oder überhaupt nicht kennen. Die meisten Menschen mögen es gar nicht, wenn Personen, die sie nicht gut kennen, ihnen "auf die Pelle" rücken. Wir alle brauchen einen gewissen Abstand zu Gesprächspartnern, um uns wohlzufühlen. Achten Sie deshalb ganz bewusst darauf, dem anderen nicht zu nahe zu treten. Als Maßstab für den körperlichen Abstand, der den meisten Menschen angenehm ist, können Sie eine Armlänge nehmen.
[hier gefunden http://www.zeitzuleben.de]





